BRS News Rind

07.09.2026

IDF: Weltschulmilchtag am 30. September

Die International Dairy Federation (IDF) hat Informationen zum World School Milk Day veröffentlicht. Dieser findet jährlich am letzten Mittwoch im September statt und hebt die Bedeutung von Schulmilchprogrammen für die Ernährung, Bildung und Entwicklung von Kindern hervor. Schulmilchprogramme sollen Kindern den Zugang zu nährstoffreichen Milchprodukten ermöglichen, gesunde Ernährungsgewohnheiten fördern und zugleich die lokale Landwirtschaft sowie ländliche Wirtschaftsräume unterstützen. Weltweit beteiligen sich zahlreiche Länder mit Informations- und Bildungsaktionen an dem Aktionstag.

 

07.09.2026

Befunddaten noch besser nutzen - Neue QS-Plattform unterstützt Rinderhalter beim Benchmarking

Die QS Qualität und Sicherheit GmbH erweitert das Befunddatenmonitoring für Rinderhalter um die Web-App QS-Analytics. Mithilfe der neuen Auswertungsplattform können Tierhalter die Befunddaten aus der Schlachtung übersichtlich abrufen und anonym mit anderen Betrieben vergleichen. So erhalten sie wertvolle Hinweise zur Tiergesundheit und können leichter erkennen, was gut läuft und was verbessert werden kann. Dieser Service steht ab sofort sowohl QS-Systempartnern als auch QM-Milch-Betrieben zur Verfügung. Über QS-Analytics sehen Mastrinder- und Milchviehhalter auf einen Blick, wie häufig Befunde bei ihren Tieren auftreten. Durch den anonymen Vergleich mit Betrieben, die an denselben Schlachthof liefern, können die eigenen Ergebnisse realistisch eingeordnet werden. Eine farbliche Darstellung zeigt, in welchen Bereichen der Betrieb gut aufgestellt ist und wo noch Verbesserungsbedarf besteht.

 

04.09.2026

Verbändeallianz fordert Nachbesserung beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz

Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) fordert gemeinsam mit weiteren Verbänden der Land- und Fleischwirtschaft eine erneute Überarbeitung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes. Nach der Stellungnahme der Europäischen Kommission müsse der Gesetzentwurf europarechtskonform, praxistauglich und ohne zusätzliche Wettbewerbsnachteile für die heimische Erzeugung ausgestaltet werden.

 

03.09.2026

Stellenausschreibung des BRS - Redakteur (w/m/d)

Sie arbeiten gerne in einem jungen, innovativen Team und haben Interesse, in einem starken Dachverband der Zucht-, Besamungs- und Landeskontrollverbände für die Tierarten Rind und Schwein tätig zu werden? Sie haben außerdem Spaß und Interesse daran, unsere Fachzeitschrift Fleischrinder Journal inhaltlich zu gestalten und weiterzuentwickeln? Dann sind Sie bei uns genau richtig.

 

03.09.2026

Erntebericht 2026 liegt vor

Am 2. September hat Bundesminister Alois Rainer in Berlin das erste vorläufige Ergebnis der diesjährigen Raps- und Getreideernte vorgestellt. Die Witterung in Europa und Deutschland war geprägt von Extremen: Ein besonders trockenes Frühjahr und Sommer sowie wiederholte Hitzewellen stellten die Landwirtinnen und Landwirte vor große Herausforderungen. Entsprechend verliefen Anbau und Ernte unter herausfordernden Bedingungen.

Auch im Futterbau zeigte die Trockenheit Auswirkungen. Die Grünlandernte 2026 begann vielerorts mit guten Erträgen, wurde ab Juni jedoch durch Hitze und Trockenheit vor allem im Süden und Südwesten deutlich beeinträchtigt. Dadurch fielen weitere Schnitte teilweise aus und die Futterversorgung wurde regional knapp. Gleichzeitig stiegen die Preise für Heu und andere Futtermittel. Auch beim Silomais werden in den trockenen Regionen deutliche Ertragseinbußen erwartet. Die weitere Entwicklung hängt stark von den Niederschlägen bis zum Herbst ab.

 

02.09.2026

FLI bestätigt weiteres Shamonda-Virus-verwandtes Orthobunyavirus in Deutschland

Neueste Untersuchungsergebnisse des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) deuten auf ein zweites Einschleppungs- und Ausbreitungsereignis in Deutschland hin. Sequenzanalysen von PCR-positiven Proben aus dem Nordwesten und dem Osten Deutschlands zeigen, dass neben der seit Juli vor allem in Süddeutschland, der Schweiz und Frankreich auftretenden Variante Shamonda-Virus/DE/2026 eine weitere, mit dem Shamonda-Virus verwandte Variante vorkommt. Die Rinderproben stammen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Thüringen. Das Virus gehört zur Spezies Orthobunyavirus Schmallenbergense der Simbu-Serogruppe, ist mit dem ursprünglich in Afrika und Japan beschriebenen Shamonda-Virus verwandt, zeigt aber eindeutige Unterschiede zur zuerst in der Schweiz, Frankreich und Süddeutschland nachgewiesenen Variante Shamonda-Virus/DE/2026.

 

02.09.2026

Milchkühe künftig dynamischer füttern: Die neuen Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung von Milchkühen

Die Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE) hat neue Empfehlungen zur Energie- und Nährstoffversorgung von Milchkühen veröffentlicht (GfE 2023). Diese bringen nicht nur Anpassungen bei den Versorgungsempfehlungen mit sich, sondern auch eine Umstellung bei der Futterbewertung. Die GfE ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlern aus allen Bereichen der Tierernährung mit Sitz in Frankfurt am Main. Ziel ist es, ein Diskussionsforum zu bieten, in dem Wissenschaftler Probleme erörtern und gemeinsam nach Lösungen suchen können.

 

01.09.2026

Europäische Innovationspartnerschaft (EIP): Neue Ideen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Land- und Forstwirtschaft

Wie können sich Land- und Forstwirtschaft besser an den Klimawandel anpassen, Ressourcen schonen und zugleich wirtschaftlich erfolgreich bleiben? Mecklenburg-Vorpommern sucht dafür neue Ideen aus Praxis, Wissenschaft und Wirtschaft. Im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft (EIP) können sich sogenannte Operationelle Gruppen mit innovativen Projektideen bewerben. Die aktuelle Ausschreibung fokussiert sich auf vier Themenfelder: ressourcenschonende Land- und Forstwirtschaft, Klimaschutz und Klimaanpassung in der Landwirtschaft, Verringerung von Nährstoffeinträgen in Böden und Gewässer sowie Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten.

 

31.08.2026

Wie hoch ist das Einkommen von Landwirtinnen und Landwirten?

Das durchschnittliche Einkommen der deutschen Landwirtschaft lag im Wirtschaftsjahr 2024/25 bei rund 46.800 Euro je Arbeitskraft. Damit blieb es nahezu auf dem Niveau des Vorjahres, lag jedoch deutlich unter dem Wert des Rekordjahres 2022/23. Differenziert nach Rechts- und Bewirtschaftungsformen, fallen deutliche Unterschiede auf.

 

31.08.2026

Fütterungsstrategien bei niedrigen Milchauszahlungspreisen – müssen wir bei Bekanntem umdenken?

Proteinmarkt - Im Verlauf des letzten Jahres kannte der Milchauszahlungspreis nahezu nur eine Richtung: abwärts. So betrug der Kieler Rohstoffwert Milch im Juni 2025 noch 49,8 Cent, erreichte im Januar 2026 dann aber die 30-Cent-Marke. In solchen Situationen mit niedrigen Milchauszahlungspreisen, wie z. B. im Jahr 2016, oder mit stark gestiegenen Kosten, z. B. für Futter, wie im Jahr 2008, als die Kraftfutterpreise innerhalb weniger Monate um 50 bis 70 % stiegen, machen sich die Milcherzeuger:innen intensive Gedanken über Einsparungspotenziale. Da über 50 % der Produktionskosten auf das Futter und somit auf die Fütterung entfallen, liegt der Gedanke nahe, fütterungsstrategische Anpassungsmaßnahmen zu ergreifen.