BRS News
Ackerstatus bleibt trotz mehrjährigem Grasaufwuchs erhalten
Eine langjährige Forderung der Landwirtschaft wird nun umgesetzt: Ackerland verliert seinen Status künftig nicht mehr allein deshalb, weil dort über mehr als fünf Jahre Gras oder andere Grünfutterpflanzen angebaut werden. Bislang mussten Flächen regelmäßig umgebrochen oder neu eingesät werden, um den förderrechtlichen Ackerstatus zu sichern – mit negativen Folgen für Humusaufbau, Bodenstruktur und Gewässerschutz. Künftig entfällt dieser rein förderrechtlich bedingte Umbruch. Grundlage ist die Anfang des Jahres verabschiedete Omnibus-III-Verordnung der Europäischen Kommission, deren Vorgaben inzwischen in deutsches Recht übernommen wurden. Die Neuregelung gilt für Flächen, die im Mehrfachantrag 2025 und 2026 als Ackerland gemeldet wurden. Eine Antragstellung ist nicht erforderlich: Die Zuordnung als dauerhafte Ackerfläche
erfolgt automatisch im Serviceportal iBALIS. Diese Flächen können weiterhin als Ersatzflächen für genehmigte Dauergrünlandumwandlungen sowie für Agrarumweltmaßnahmen – etwa M10 – genutzt werden.
Zwei neue EIP-Projekte für die Schweinehaltung: BHZP GmbH startet StallView und FixMyPig
Die BHZP GmbH ist an zwei Innovationsvorhaben des 9. EIP-Agri-Calls Niedersachsen beteiligt. Die Förderbescheide wurden am 2. Juni 2026 von Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte übergeben. Mit dem offiziellen Projektstart von StallView und FixMyPig leistet die BHZP einen Beitrag zu mehr Tierwohl und Innovation in der Schweinehaltung. Während StallView virtuelle Stallbegehungen für Beratung, Ausbildung und Wissenstransfer ermöglicht, entwickelt FixMyPig genom-basierte Zuchtstrategien, um Anomalien beim Schwein weiter zu reduzieren und die Tiergesundheit nachhaltig zu verbessern. Beide Projekte werden im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft EIP-Agri gefördert und mit Mitteln der Europäischen Union kofinanziert.
Jahresbericht 2025 zur Rinderzucht in Bayern erschienen
Der Jahresbericht 2025 der Arbeitsgemeinschaft der Besamungsstationen in Bayern e.V. zur Rinderzucht in Bayern ist erschienen. Er bündelt die wichtigsten Kennzahlen und Entwicklungen aus den Bereichen Rinderzucht, Besamung und Embryotransfer. Der Bericht ist sowohl in gedruckter Form als auch digital verfügbar. Die digitale Ausgabe finden Sie unter folgendem Link.
IDF-Merkblatt: Laktose – Verständnis und gesundheitliche Aspekte
VDM - In Merkblatt Nr. 49/2026 hat die International Dairy Federation (IDF) die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu Laktose, ihrer Verdauung und ihren gesundheitlichen Auswirkungen zusammengefasst. Darin wird erläutert, dass Milch, Käse, Joghurt und andere fermentierte Milchprodukte wichtige Nährstoffe liefern und Laktose der in Milch natürlich enthaltene Zucker ist. Die IDF weist zudem darauf hin, dass eine lediglich vermutete Laktoseintoleranz häufig zu einer unnötigen Einschränkung des Milchkonsums führt, wodurch das Risiko einer unzureichenden Nährstoffaufnahme steigt. Das Merkblatt soll die wissenschaftliche Faktenlage zu Laktose verständlich darstellen und eine evidenzbasierte Ernährungsberatung sowie informierte Verbraucherentscheidungen unterstützen. Die deutsche Übersetzung ist hier auf der VDM-Homepage zu finden.
QM Milch - überarbeitete Fassung des QM-Standards in Kraft
Zum 1. Juli 2026 tritt die überarbeitete Fassung des QM-Standards in Kraft. Der Standard wird mindestens alle drei Jahre überprüft und an die Anforderungen von Praxis, Markt und Gesetzgebung angepasst. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen organisatorische Änderungen wie die Einbindung der Milchviehbetriebe über Programmkoordinatoren, die Abwicklung der Audits über die QMilch-Datenbank sowie ein internes Kontrollsystem des QM-Milch e.V. für die Überwachung der Zertifizierungsstellen. Zudem wurden einzelne Kriterien überarbeitet, die Transparenz im Handbuch erhöht, die Ankündigungsfrist für Audits auf eine Woche verkürzt und eine Sperrfrist nach Zertifikatsentzügen eingeführt.
Schweinehaltung braucht jetzt Bestandsschutz, Planungssicherheit und faire Wettbewerbsbedingungen
Die wirtschaftliche Lage in der deutschen Schweinehaltung bleibt angespannt. Vor diesem Hintergrund fordert der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) verlässliche politische Rahmenbedingungen, einen Bestandsschutz für bestehende Stallanlagen sowie europaweit harmonisierte Wettbewerbsbedingungen. Die vollständige Pressemitteilung mit den Forderungen des BRS finden Sie nachfolgend.
EU-Tierhaltungsstrategie: BRS sieht gute Ansätze und fordert verlässliche Rahmenbedingungen
Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) bewertet die von der Europäischen Kommission am 7. Juli 2026 verabschiedete EU-Tierhaltungsstrategie grundsätzlich positiv. Besonders begrüßt der Verband, dass die Nutztierhaltung ausdrücklich als strategisch wichtiger Sektor für Ernährungssicherheit, ländliche Räume, Biodiversität und Kreislaufwirtschaft anerkannt wird. Ebenso bewertet der BRS den Ansatz positiv, Tiergesundheit, Tierwohl, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit künftig stärker zusammenzudenken. Auch die angekündigte Förderung der Kreislaufwirtschaft, die Unterstützung von Innovationen sowie der Abbau bürokratischer Hürden werden ausdrücklich begrüßt.
Schlachtpreis für Schweine weiter gesunken
Wie der Bayerische Bauernverband berichtet, ist der Schweineschlachtpreis um weitere 10 cent je Kilogramm gesunken. Die Marktlage und der damit vorhandene Rückgang der Nachfrage an den heißen Tagen sowie die beginnenden Urlaubszeit seien neben der bundesweit gedämpften Verbrauchernachfrage ausschlaggebende Faktoren. So wurde in dieser Woche die VEZG-Preisempfehlung um 10 cent auf 1,40 €/kg SG abgeschlagen.
Einsatz von Körnerhirse in Ferkel- und Mastschweinerationen – Teil 2: Schweinemast
Global betrachtet ist die Körnerhirse die fünftwichtigste Getreideart. Aufgrund ihrer hohen Toleranz gegenüber Trockenheit kann sie insbesondere bei lang anhaltenden Trockenperioden punkten, wie sie auch in Deutschland immer häufiger auftreten. Sie zeichnet sich zudem durch eine gute Standfestigkeit, eine hohe Stickstoffverträglichkeit sowie einen hohen Nährstoffgehalt bei stabiler Ertragslage aus. Für die Schweinefütterung kann Körnerhirse sowohl eine Alternative zu Weizen und Gerste in Trockenlagen als auch zu Körnermais beim Auftreten des Westlichen Maiswurzelbohrers darstellen. In einer Versuchsreihe mit Ferkeln und Mastschweinen wurde der Einsatz von Körnerhirse vom Absetzen bis zur Schlachtung getestet. Dabei wurde anteilig Getreide (Gerste und Weizen) durch Körnerhirse ersetzt.
Deutscher LandFrauentag 2026
Beim Deutschen LandFrauentag am 30. Juni 2026 in Essen haben rund 5.000 LandFrauen aus ganz Deutschland ein deutliches Signal gesendet. Zukunft entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, andere begeistern und gemeinsam etwas bewegen.
Unter dem Motto Gestalten. Begeistern. Bewegen. GEMEINSAM
würdigte der Deutsche LandFrauenverband herausragendes ehrenamtliches Engagement und diskutierte die Rolle von Frauen als Gestalterinnen einer demokratischen und lebenswerten Gesellschaft.
PM BHZP