BRS News
Resilienz aus dem Stall und von der Weide – Wie gewährleisten wir Versorgungssicherheit in Krisenzeiten?
Beim 19. Forum Milch NRW am 9. September in Schwerte diskutierten rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Zukunft und Krisenfestigkeit der Milchwirtschaft. Im Fokus standen Versorgungssicherheit, regionale Strukturen und der Schutz vor hybriden Bedrohungen wie Cyberangriffen und Sabotage. Vertreter aus Politik, Landwirtschaft, Milchindustrie und Wissenschaft betonten die zentrale Rolle der Branche für den ländlichen Raum. Gefordert wurden resiliente Strukturen, verlässliche politische Rahmenbedingungen und weniger Bürokratie, damit die Milchwirtschaft auch künftige Krisen erfolgreich bewältigen kann.
BRS fordert Krisenvorsorge entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Eine krisenfeste Nutztierhaltung braucht mehr als Vorsorge auf den einzelnen Betrieben. Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) fordert, die gesamte Wertschöpfungskette in die Krisenplanung einzubeziehen – von der Energie- und Futtermittelversorgung über Verarbeitung und Logistik bis hin zu kritischen Dienstleistungen und Zuchtstrukturen. Entscheidend sind dabei praxistaugliche Konzepte, die auch unter realistischen Krisenbedingungen funktionieren. Gerade in der Nutztierhaltung kann die Produktion im Krisenfall nicht einfach heruntergefahren werden. Tiere brauchen kontinuierlich eine funktionierende Versorgungstechnik
, betont der BRS. Die Landwirtschaft sei daher ein elementarer Bestandteil der kritischen Infrastruktur und ihre Krisenvorsorge von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Mit diesen Überlegungen bringt sich der BRS in die aktuelle Diskussion des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) zur Krisenreaktionsfähigkeit der Land- und Ernährungswirtschaft ein.
Die nächste 200.000 kg-Kuh aus Ostfriesland
Die Levin-Tochter Inna vom Zuchtbetrieb Kleemann hat kürzlich die beeindruckende Marke von über 200.000 kg Milch erreicht und ist nach der Jeromir-Tochter Idea eine weitere Lebensleistungs-Ikone aus Ostfriesland.
Düsser Bauernmarkt am 13.09.
Der diesjährige Düsser Bauernmarkt findet am Sonntag, dem 13. September 2026, im Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse statt. Das Thema des Bauernmarktes lautet in diesem Jahr Energie erleben
. Er bietet Informationen und Einblicke in die Tierhaltung und Energiegewinnung in der Landwirtschaft sowie in den Umgang mit digitalen Medien in diesem Bereich. Darüber hinaus gibt es viele weitere Angebote.
Projektmitarbeiter/in (m/w/d)
Zur Verstärkung des Projektteams sucht die Rinderunion Baden-Württemberg e.V. (RBW) zum nächstmöglichen Zeitpunkt für das südliche Baden-Württemberg (Bodensee-Oberschwaben, Schwarzwald-Baar-Heuberg) eine teamfähige, engagierte und kontaktfreudige Persönlichkeit als Projektmitarbeiter/in (m/w/d).
77. EAAP-Tagung öffnet in Deutschland ihre Pforten
Vom 7. bis 11. September 2026 wird das CCH – Congress Center Hamburg – zum Zentrum der internationalen Nutztierwissenschaften. Unter dem Leitthema Shaping resilient livestock systems is key to circular agriculture
kommen rund 1.700 Expertinnen und Experten aus 61 Ländern zusammen, um zukunftsfähige Lösungsansätze für eine nachhaltige Tierhaltung und Kreislaufwirtschaft zu erarbeiten. Die Themen umfassen Tierzucht und -gesundheit, Precision Livestock Farming sowie Tierhaltung, -ernährung und -verhalten. Ausrichter der Tagung sind das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH), die Deutsche Gesellschaft für Züchtungskunde e. V. (DGfZ) und die European Federation for Animal Science (EAAP). Mit dieser Veranstaltung kehrt der renommierte Kongress nach 35 Jahren erstmals wieder nach Deutschland zurück.
Innovationstage 2026: Resilienz durch Innovation
Wissenstransfer, Austausch und Dialog stehen im Mittelpunkt der Innovationstage 2026. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung bietet eine Plattform für die Vernetzung von Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik und gibt Einblicke in zukunftsweisende Projekte der Innovationsförderung des BMLEH. Am 3. und 4. November 2026 laden das BMLEH und der Projektträger BLE ins bcc Berlin Congress Center ein. Eröffnet werden die Innovationstage von Bundesminister Alois Rainer und BLE-Präsidentin Dr. Margareta Büning-Fesel. Unter dem Leitmotiv Resilienz durch Innovation – 20 Jahre Innovationsförderung für Landwirtschaft und Ernährung
widmet sich die Veranstaltung in Plenumsblöcken, Fachsessions und einem Forum aktuellen Fragen und Perspektiven rund um Innovationen für eine resiliente Land- und Ernährungswirtschaft. Interessierte können sich ab sofort bis zum 19. Oktober 2026 für die Veranstaltung sowie den gemeinsamen Ausklang mit Buffet am ersten Veranstaltungstag anmelden.
Epizootische Hämorrhagische Krankheit (EHD) bei Rindern
Die Epizootische Hämorrhagische Krankheit (EHD) ist eine durch das EHD-Virus verursachte Tierkrankheit, die sich seit 2022 zunehmend in Südeuropa ausbreitet. Sie betrifft vor allem Rinder und wird hauptsächlich durch Gnitzen übertragen. Die Krankheit ist nicht auf den Menschen übertragbar. Typische Symptome sind Fieber, Fressunlust, Lahmheit, Milchleistungsabfall und Fortpflanzungsstörungen. Zur Vorbeugung werden Impfungen sowie Maßnahmen gegen Gnitzen empfohlen. Eine regelmäßige Kontrolle der Tiere ist besonders im Sommer und Herbst wichtig. Bei Verdacht sollte sofort ein Tierarzt verständigt werden, da eine Meldepflicht gegenüber dem Veterinäramt besteht.
Der BRS rät davon ab, Tiere aus Regionen in Frankreich oder anderen Ländern nach Deutschland zu importieren, in denen die EHD gemeldet wurde. Eine Karte findet man hier.
BZL: Mischfutterproduktion 2025/26: Weniger Betriebe stellten mehr Futter her
Die ersten Zahlen des Bundeszentrums für Landwirtschaft (BZL) zeigen: Im Wirtschaftsjahr 2025/26 produzierten 253 meldepflichtige Betriebe insgesamt 22,5 Millionen Tonnen Mischfutter. Im Vorjahr waren es noch sieben Betriebe mehr, die insgesamt 22,2 Millionen Tonnen produzierten. Während die Herstellungsmengen beim Rind gestiegen sind, blieb Schweinefutter mit rund 8,3 Millionen Tonnen trotz eines leichten Rückgangs die wichtigste Futtersorte in Deutschland (Vorjahr: 8,4 Mio. Tonnen).
ASP - Entwarnung für Wildschweinkadaver im Raum Steyerberg
Beim Maishäckseln wurden am 31.08.2026 im Raum Steyerberg fünf Wildschweinkadaver aufgefunden. Die Kadaver wurden umgehend vom Veterinäramt untersucht und beseitigt. In keiner Probe wurde die Afrikanische Schweinepest (ASP), die Klassische Schweinepest (KSP) oder die Aujeszkysche Krankheit (AK) festgestellt.
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